
Das Klima in Thailand wird stark von wechselnden südwestlichen und nordöstlichen Monsunwinden bestimmt, die jeweils etwa sechs Monate im Jahr wehen, und sehr feuchte beziehungsweise sehr trockene Perioden verursachen. Nach langen Trockenperioden stürzen bei plötzlich auftretenden Wolkenbrüchen manchmal unglaublich große Wassermassen herab.
In Thailand gibt es nicht wie bei uns in Europa 4, sondern nur 3 Jahreszeiten: die heiße Jahreszeit von März bis April, die Regenzeit (Monsunzeit) von Mai bis Oktober, und die kühle Jahreszeit von November bis Februar. Die Jahreszeiten werden nicht wie bei uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern nach den Niederschlagsmengen. Es gibt allerdings erhebliche regionale Unterschiede. Bei der großen Nord-Südausdehnung des Landes - die maximale Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung liegt bei 1.770 km - gibt es Regionen mit Meeresklima und Regionen mit Festlandsklima.
In Nord- und Nordost-Thailand sind die Temperaturen in der kalten Jahreszeit am niedrigsten. Dagegen sind sie in der heißen Jahreszeit im Nordosten (Isaan) am höchsten. Südthailand hingegen hat weniger ausgeprägte Jahreszeiten. So können in einigen Gebieten des Nordens und Nordostens im Dezember die Temperaturen bis unter 10 Grad absinken, während es auf Phuket oder Koh Samui im Süden auch in den Wintermonaten hochsommerlich warm ist. Auf der Ostseite (Koh Samui) beginnt die Regenzeit - immer wieder durchsetzt von Perioden mit Sonnenschein - erst im August und dauert bis Ende Oktober. Die Temperaturen betragen zu dieser Zeit 27 bis 32 Grad Celsius,
In Bangkok, das etwa in der Mitte des Landes liegt, herrscht das ganze Jahr hindurch ein feucht-heißes Klima mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen von 32 bis 34 Grad Celsius. In der heißen Jahreszeit können hier die Temperaturen auch über 40 Grad steigen, bei hoher relativer Luftfeuchte. Dabei kann es in Bangkok, wo die Hitze in den Betonschluchten der Hochhäuser brütet, und sich mit den Autoabgasen aus dem sich durch das unzureichende Straßennetz quälenden Verkehr vermischt, für Farangs manchmal fast unerträglich heiß werden. Die Monate Dezember und Januar hingegen bieten angenehm milde Tage mit Höchsttemperaturen um 30 Grad Celsius. In den regenreichen Monaten, also vor allem im September, kommt es in den Straßen der Hauptstadt, die nur wenig über dem Meeresspiegel liegt, regelmäßig zu großen Überschwemmungen, weil die Kanalisation die bei einem plötzlichen tropischen Regenguß herabströmenden Wassermassen nicht ableiten kann.
Da das Tennasserim-Gebirge zwischen Surat Thani und Nakhon Si Thammarat die West- und Ostseite des Südens trennen, und die Wetterscheide zwischen Chinesischem Meer und Indischen Ozean bildet wirkt sich der Nordost-Monsum von November bis Februar nur an der Ostküste des Landes aus. Während dieser Monate liegt Koh Samui häufig unter einem blaugrauen Regenhimmel, während auf der anderen Seite der schmalen Festlandstreifens, am Andamanenmeer die Sonne vom klaren Himmel scheint. Es ist eine Faustregel bei thaierfahrenen Touristen, das man, wenn es in Phuket längere Zeit regnet, nach Koh Samui ausweicht und umgekehrt.
Die für Touristen angenehmsten Monate sind Dezember bis Februar, wenn das Wetter vor allem im Süden so angenehm warm wie ein guter europäischer Sommer sein kann. Danach, von März bis Mai, wird es sehr heiß und trocken. Dagegen kann die Regenzeit, in der allerdings lang anhaltende Regenfälle selten sind, auch eine gute Reisezeit für Farang-Touristen sein, weil dann die größte Hitze vorbei ist.